Papierlos – der Trend der Zeit. Aber geht das?

Organisation mit Printmedien

Dass das Fax mittlerweile der Vergangenheit angehört, wird jeder einsehen. Aber ist deswegen der Ruf nach dem „papierlosen Büro“sinnvoll? Ich werde täglich über die Social-Media-Kanäle und andere Anzeigen mit dieser Forderung konfrontiert.

Was ist „Papierlos“ eigentlich?

Die Grundidee ist, dass man keinerlei Papier mehr verwendet. Liegt bei dem Titel nahe und ist ein Trend der Zeit.

Die meisten Rechnungen, Angebote und nahezu jede Art der Kommunikation erreichen mich über den digitalen Weg, zumeist per E-Mail. Ich denke, diese Erfahrung teilen die meisten. Wieso diese Informationsflut ausdrucken und auf Papier archivieren? Vielleicht, weil sich der Steuerberater leichter damit tut, es eine Arbeitserleichterung beim Redigieren von Texten darstellt, oder man schlichtweg altmodisch ist? Geschmackssache.

Papierverschwendung?

Bei vielen Punkten kann und bei anderen sollte man auf die gnadenlose Verschwendung von Papier verzichten. Papierverschwendung ist ein großer Punkt, der auch die Natürschützer beschäftigt – wir verbrauchen oft zu viel Papier, das ist Tatsache, aber rechtfertigt, dass die Forderung, ganz auf Papier zu verzichten? Ein vollkommener verzicht auf Papier ist meiner Ansicht nach nicht möglich – ich persönlich schreibe, trotz aller Online-Kanäle und meiner Affinität zur Technik, auf Papier. Mein Schreibtisch ist vor allen in Projektierungsphasen mit Zetteln und Blättern überladen – aber leider habe ich noch keine Alternative gefunden, die mir derart flexible die Möglichkeit bietet meine Gedanken zu erfassen. Auf Papier kann ich streichen, schmieren und meinen Gedanken freien Lauflassen. Außerdem ist mein Chaos an Post-it‘s eine Flut an Gedankenstützen, auf die ich nicht verzichten möchte.