Print ist tot! – oder doch nicht?

Ein Aufruf zahlreicher Online Agenturen.

Auch die Forderung nach dem „papierlosen Büro“ impliziert mehr. In ihr steckt ebenfalls die Aussage, „Print sei tot“.

Oft gerufen, gefordert, aber auch realistisch?

print ist tot

Die klare Antwort ist „Nein“.

Zahlreiche Verfechter des Onlinemarketings und anderer IT-orientierter Berufszweige sind der Überzeugung, in unserer digitalisierten Zeit könnten wir auf Printmedien verzichten. Dieser Gedanke zeugt mehr von der Verliebtheit in die eigene Disziplin als von Weitblick.

Beim Italiener „um die Ecke“ bekommen wir eine Speisekarte– wir würden eher stutzen, würde er uns für die Auswahl der Gerichte auf seine Website verweisen. Und wie „modern“ wirkt ein Büro, das sich gänzlich auf einen Bildschirm und die dazugehörige Tastatur beschränkt? „Steril“ ist der einzige Begriff, der mir dazu einfällt.

Printmedien begleiten uns täglich.

Die Visitenkarte beim Geschäftstreffen zum Austausch der Kontaktdaten ist ebenso alltäglich, wie die Folie mit Firmenlogo auf dem Fahrzeug.

Wie kann man nur ernsthaft behaupten, „Print sei tot“? Wer einen einigermaßen klaren Blick auf unseren gelebten Alltag hat, sieht den Irrwitz dieser Behauptung.

Außerdem: Wenn Print tot wäre, würden wir doch massig wertvoller Werbefläche verlieren.

Weniger Papier ist sicherlich ein guter Ansatz, allerdings gilt wie bei allem: alles im rechten Maße. Print ist auf keinen Fall tot, im Gegenteil erfährt es gerade in einer über digitalisierten Welt eine neue, größere Bedeutung!

Im Vollzug unseres Ansatzes vom ganzheitlichen Marketinggehen wir so weit, ausgeklügelte Onlinesysteme offline zu bewerben, und schaffen gerade dadurch eine deutlich größere Reichweite. Wir gelangen über den sogenannten „toten“ Kanal an die Kunden, die noch wenig mit dem Smartphone suchen – ja, die gibt es noch!

Zu glauben, wegen des aufkommenden Onlinemarktes auf Offline Werbung zu verzichten, ist vergleichbar mit der Ansicht, ein schnelles Auto könnte ohne Reifen fahren. Nur in einer sinnvollen Kombination ist Marketing als Ganzes langfristig zielführend umsetzbar.

Darum lieber crossmedial denken, beim Marketing auf Ganzheitlichkeit setzen und auch bei laufendem Fortschritt altbewährtes nicht gleich abschreiben.

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Julian Hofmann
Julian ist Inhaber der JSH Marketing. Als studierter Philosoph ist er dafür bekannt, Mechanismen, Strukturen und Abläufe zu hinterfragen. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung besitzt Julian ein tiefes Verständnis für die verschiedenen Aspekte des Online-Marketings, insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Google Ads. Er ist ein analytisch denkender und datengetriebener Experte, der stets bestrebt ist, die Ergebnisse für seine Kunden zu maximieren. Seine Blog-Artikel beinhalten Themen aus Schulungen und Workshops, auf die er sich vorbereitet bzw. Rückfragen, auf die er in Form der Artikel antwortet.
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