Print ist tot!

by Julian Hofmann Juli 05, 2018
JSH Marketing Papier

Ein Aufruf zahlreicher Online Agenturen.

Auch die Forderung nach dem „papierlosen Büro“ impliziert mehr. In ihr steckt ebenfalls die Aussage, „Print sei tot“.

Oft gerufen, gefordert, aber auch realistisch?

Die klare Antwort ist „Nein“.

Zahlreiche Verfechter des Onlinemarketings und anderer IT-orientierter Berufszweige sind der Überzeugung, in unserer digitalisierten Zeitkönnten wir auf Printmedien verzichten. Dieser Gedanke zeugt mehr von der Verliebtheit in die eigene Disziplin als von Weitblick.

Beim Italiener „um die Ecke“ bekommen wir eine Speisekarte– wir würden eher stutzen, würde er uns für die Auswahl der Gerichte auf seine Website verweisen. Und wie „modern“ wirkt ein Büro, das sich gänzlich auf einen Bildschirmund die dazugehörige Tastaturbeschränkt? „Steril“ ist der einzige Begriff, der mir dazu einfällt.

Printmedien begleiten uns täglich.

Die Visitenkartebeim Geschäftstreffen zum Austausch der Kontaktdatenist ebenso alltäglich, wie die Foliemit Firmenlogoauf dem Fahrzeug.

Wie kann man nur ernsthaft behaupten, „Print sei tot“? Wer einen einigermaßen klaren Blick auf unseren gelebten Alltag hat, sieht den Irrwitzdieser Behauptung.

Außerdem: Wenn Print tot wäre, würden wir doch massig wertvoller Werbefläche verlieren.

Weniger Papier ist sicherlich ein guter Ansatz, allerdings gilt wie bei allem: Alles im rechten Maße. Print ist auf keinen Fall tot, im Gegenteil erfährt es gerade in einer überdigitalisierten Welt eine neue, größere Bedeutung!

Im Vollzug unseres Ansatzes vom ganzheitlichen Marketinggehen wir soweit, ausgeklügelte Onlinesysteme offlinezu bewerben, und schaffen gerade dadurch eine deutlich größere Reichweite. Wir gelangen überden sogenannten „totenKanalan die Kunden, die noch wenig mit dem Smartphone suchen – ja, die gibt es noch!

Zu glauben, wegen des aufkommenden Onlinemarktes auf Offlinewerbung zu verzichten, ist vergleichbar mit der Ansicht, ein schnelles Auto könnte ohne Reifen fahren. Nur in einer sinnvollen Kombination ist Marketing als Ganzes langfristig zielführend umsetzbar.

Darum lieber crossmedial denken, beim Marketingauf Ganzheitlichkeit setzen und auch bei laufendem Fortschritt Altbewährtes nicht gleich abschreiben.

Julian Hofmann

Experte für Online Marketing, SEM Strategien, SEO und SEA und geprüfter Datenschutzbeauftragter.Sie haben Fragen zu Ihrer Website oder Ihrem Datenschutz? Kontakt finden Sie hier.