Das Ende klassischer Google Display Ads

Veröffentlicht: 6. Juli 2026
Das Ende von klassischer Google Display Ads - jetzt ist Demand Gen angesagt. Alle Infos dazu hier bei JSH Marketing

Die digitale Werbelandschaft steht vor einem echten Schnitt: Google stellt eigenständige Display-Kampagnen (GDN) schrittweise ein. Was über Jahre das Rückgrat digitaler Bannerwerbung war, wird in das moderne, KI-gesteuerte Format Demand Gen überführt. Nach der offiziellen Ankündigung im Mai 2026 und dem Rollout des Migrations-Tools im Juni läuft der Countdown — und der ist kürzer, als viele denken.

In diesem Artikel erklären wir die Hintergründe, zeigen den genauen Fahrplan und machen klar, warum diese Umstellung weit mehr ist als nur ein neuer Name für alte Anzeigen.

Julian Kirfel Partner der Agentur JSH Marketing Heiko Lindner Social Media Manager Zufriedener Kunde von Google Doktor

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1. Der Fahrplan: Von 2026 bis 2027

Die Umstellung erfolgt in Phasen, damit Werbetreibende ausreichend Zeit für Tests und Anpassungen haben:

Phase

Zeitraum

Was passiert?

Ankündigung

Mai 2026

Offizielles Statement von Google: Das GDN bekommt sein neues Zuhause innerhalb von Demand Gen.

Freiwillige Migration

Ab Juni 2026

Startschuss für das Migrations-Tool. Per Klick auf „Upgrade to Demand Gen“ werden bestehende Display-Kampagnen inklusive Budgets überführt.

Phase-Out

Laufend

Neue eigenständige Display-Kampagnen können nicht mehr erstellt werden. Zukünftige Features erscheinen nur noch für Demand Gen.

Zwangsmigration

Bis 2027

Automatisches Upgrade aller verbleibenden Display-Kampagnen durch Google — ob man will oder nicht.

Wichtig für GDN-Puristen

2. Was ändert sich? Display vs. Demand Gen

Klassische Display-Kampagnen waren vor allem auf günstigen Reichweitenaufbau und Klicks ausgerichtet. Demand Gen denkt das Konzept deutlich breiter — mit konsequentem Fokus auf echte Conversions. Die wichtigsten Neuerungen:

  • Einheitliches Ökosystem: Anzeigen werden nicht nur auf über 2 Millionen Webseiten des GDN ausgespielt, sondern nahtlos in YouTube (inkl. Shorts), Discover, Gmail und Maps integriert.
  • Neue Creative-Formate: Karussell-Anzeigen, erweiterte Video-Formate und generative KI-Bilder sind jetzt verfügbar. Reine statische Banner treten in den Hintergrund.
  • Lookalike Audiences: Bisher ein Meta-Exklusivfeature, jetzt auch bei Google. Basierend auf eigenen First-Party-Daten (z. B. Kundenlisten, YouTube-Zuschauer) findet Google neue, qualifizierte Nutzer.
  • A/B-Testing & Produktfeeds: Integrierte Experimente ermöglichen strukturierte Creative-Tests. Merchant Center Produktfeeds lassen sich direkt einbinden.

3. Warum tut Google das?

Googles Schritt ist die logische Antwort auf ein verändertes Mediennutzungsverhalten. Nutzer surfen nicht mehr linear auf Websites, sondern wechseln fließend zwischen E-Mails, YouTube-Shorts und redaktionellen Artikeln.

Der Angriff auf Social Media: Mit Plattformen wie TikTok und Instagram konkurriert Google zunehmend um visuelle Aufmerksamkeit. Demand Gen zielt darauf ab, Nachfrage aktiv zu wecken — statt lediglich Restplatz-Inventar zu belegen.

Konsolidierung durch KI: Ähnlich wie bei Performance Max geht der Trend hin zu weniger, aber datenreicheren Kampagnen. Mit Search, Performance Max und Demand Gen als drei großen Säulen bekommt der Algorithmus deutlich mehr Datenpunkte — und damit mehr Spielraum zur Optimierung.

4. Was bedeutet das für Deine Performance?

Weniger granulare manuelle Kontrolle — dafür effizientere Automatisierung. Erste Daten aus dem Frühjahr 2026 zeigen:

+ 9,5 %

Unternehmen, die den Sprung früh wagen und auf starke visuelle Assets setzen — insbesondere kurze Videos und hochwertige Bilder — verzeichnen sinkende CPAs und höhere Conversion-Volumina.

5. Was Du jetzt tun solltest

2027 klingt noch fern — ist es aber nicht. Wer jetzt migriert, sichert sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Unsere Empfehlungen:

  1. Audit durchführen: Analysiere Dein aktuelles Display-Setup. Welche Kampagnen dienen dem Retargeting, welche der Awareness? Clustere diese gezielt für den Umzug nach Demand Gen.
  2. Migrations-Tool nutzen: Das Tool ist jetzt im „Bearbeiten“-Dropdown Deiner Display-Kampagnen verfügbar. Führe parallele Tests durch, solange Du noch die volle Kontrolle haben.
  3. Creative-Portfolio ausrüsten: Der Fokus verschiebt sich von statischen Bannern hin zu Social-Media-ähnlichen Creatives. Produziere vertikale Videos für Shorts und klickstarke Bilder in hoher Qualität.
  4. Audience-Signale schärfen: Pflege Deine First-Party-Datenbank. Lookalike-Segmente innerhalb von Demand Gen sind nur so gut wie die Kundenlisten (Customer Match), auf denen sie basieren.

Du hast Fragen zur Migration?

Wir unterstützen Dich beim Audit Deiner bestehenden Display-Kampagnen und begleiten den Umstieg auf Demand Gen — von der Strategie bis zur technischen Umsetzung.

Über den Autor:
Robert Rutenkolk
Für mich ist Google Ads pure Mathematik – jede Kampagne folgt einer Logik, die man verstehen und für sich nutzen kann, wenn man tief genug in das algorithmische System eintaucht. Mit ruhiger Hand und analytischem Blick sorge ich dafür, dass aus Klicks stabile, profitable Ergebnisse werden, die auch langfristig Bestand haben.
Hier im Blog gebe ich Einblicke in genau die Kniffe und Denkweisen, die im Tagesgeschäft mit unseren Kunden den Unterschied machen – praxisnah und direkt aus der Kampagnenarbeit.
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