Microsoft Automarktplatz bei Bing

Veröffentlicht: 15. Februar 2024 Zuletzt aktualisiert: 10. März 2026
Microsoft Automarktplatz Anzeige bei Bing

Microsoft Automotive Inventory Ads – Google Vehicle Ads einfach klonen

Wer Google Vehicle Ads für sein Autohaus aufgesetzt hat, steht vor einer angenehmen Überraschung: Das Setup für Microsoft Advertising kostet danach kaum noch Aufwand. Microsoft hat sein System für Automotive Inventory Ads bewusst so gebaut, dass es das Google-Format eins zu eins verarbeitet – inklusive Feed, Kampagnenstruktur und Standortdaten. Die IT des Kunden muss keinen Finger mehr krümmen.

In diesem Artikel zeigen wir, wie der effiziente Weg von Google Vehicle Ads zu Microsoft Automotive Inventory Ads aussieht – und wo die eine Falle lauert, die viele Agenturen teuer zu stehen kommt.

Julian Kirfel Partner der Agentur JSH Marketing Heiko Lindner Social Media Manager Zufriedener Kunde von Google Doktor

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Was sind Microsoft Automotive Inventory Ads?

Microsoft Automotive Inventory Ads (auch bekannt als Bing Automotive Ads) sind das Microsoft-Pendant zu Google Vehicle Ads. Fahrzeuge werden direkt in der Bing-Suche als visuelles Anzeigenformat ausgespielt – mit Bild, Preis, Modell, Baujahr und Händlerstandort. Ein Klick führt direkt zur Fahrzeug-Detailseite beim Händler.

Das Format ist für Autohäuser aus mehreren Gründen interessant. Bing hat durch die tiefe Integration in Windows, Microsoft Edge und Cortana eine wachsende Nutzerbasis in Deutschland. Und: Der Wettbewerb auf Bing ist deutlich geringer als auf Google – bei vergleichbarer Nutzer-Kaufabsicht. CPCs sind typischerweise niedriger, die Conversion-Qualität oft überraschend gut, weil Bing-Nutzer im Schnitt älter, kaufkräftiger und weiter im Kaufprozess sind.

Der entscheidende Unterschied zum alten Setup

Im ursprünglichen Microsoft-Leitfaden (und auch in unserem alten Artikel) war das Setup noch manuell: Search-Kampagne anlegen, Anzeigengruppe mit einem kryptischen Platzhalter-Keyword erstellen, Feed separat hochladen. Das funktioniert nach wie vor technisch, ist aber der umständliche Weg.

Seit Microsoft einen direkten Google-Ads-Import mit automatischer Synchronisierung anbietet, hat sich der Arbeitsaufwand für Agenturen auf unter 30 Minuten reduziert – vorausgesetzt, der Google-Feed ist sauber aufgesetzt. Hier ist der aktuelle, effiziente Ablauf.

Schritt 1: Feed-Recycling – dieselbe Datei, zweite Plattform

Die IT des Autohauses muss für Microsoft nichts Neues bauen. Microsoft liest die Feed-Attribute (vin, make, model, price, image_link usw.) exakt so aus wie Google. Der Feed, der bereits für das Google Merchant Center erstellt wurde, wird einfach wiederverwendet.

Vorgehen: Im Microsoft Merchant Center einen neuen Shop erstellen, auf „Feed erstellen” klicken und die Option wählen, den Feed per URL abzurufen. Dann einfach die URL des Google-Feeds einfügen – fertig. Microsoft zieht sich die Daten eigenständig und regelmäßig von derselben Quelle.

Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied zum Google-Feed: Bei Microsoft ist der Preis ein optionales Attribut, nicht zwingend erforderlich. Alle anderen Kernattribute sind identisch.

Schritt 2: Der Google-Import – Kampagnen klonen statt neu bauen

Das ist der eigentliche Zeitsparer. Microsoft bietet eine direkte Importschnittstelle zu Google Ads an, die die komplette Kampagnenstruktur übernimmt – inklusive der Vehicle-Ads-Kampagnen.

Vorgehen: In Microsoft Advertising oben auf „Importieren” → „Aus Google Ads importieren” klicken. Mit dem Google-Konto einloggen und die fertige Google PMax/Vehicle-Kampagne auswählen.

Der entscheidende Vorteil: Der Import lässt sich als automatischer Zeitplan einrichten, zum Beispiel „Täglich um 02:00 Uhr synchronisieren”. Das bedeutet: Wenn du bei Google Keywords ausschließt, Budgets anpasst oder Asset-Gruppen änderst, übernimmt Microsoft das in der nächsten Nacht automatisch. Du pflegst nur noch das Google-Konto – Microsoft läuft als stiller Zwillingskanal einfach mit.

Schritt 3: Die Tracking-Falle – hier scheitern die meisten Agenturen

Das ist der kritische Punkt, den der Import-Button nicht löst – und der häufigste Grund, warum Microsoft Automotive Ads in den ersten Wochen scheinbar nicht funktionieren.

Der Google-Import kopiert deine Kampagnen, Anzeigenbilder und Angebotsstrukturen. Er kann aber dein Conversion-Tracking nicht kopieren.

Der Google Tag Manager (GTM) auf der Website des Autohauses feuert ausschließlich Google-Conversions. Microsoft „sieht” diese nicht. Das bedeutet: Ohne separates Microsoft-Tracking weiß der Bing-Algorithmus nicht, welche Fahrzeuge zu Anfragen geführt haben, welche Nutzer das Kontaktformular ausgefüllt haben und welche Anzeigen konvertieren. Die Automotive Inventory Ads laufen dann zwar aus, aber ohne Lerndaten – das Budget verbrennt ohne Optimierungsgrundlage.

Die Lösung: Das Microsoft UET-Tag (Universal Event Tracking) muss zwingend auf der Website des Autohauses eingebaut werden – entweder direkt im Code oder über den Tag Manager als zusätzliches Tag. Erst dann kann der Microsoft-Algorithmus optimieren.

Das ist eine einmalige Maßnahme, die beim Tracking-Setup der Website gemacht wird – danach läuft alles automatisch. Als Tracking-Agentur übernehmen wir diesen Schritt gerne.

Schritt 4: Bing Places – Standortdaten importieren

Bei Google musstest du das Google Unternehmensprofil verknüpfen, damit Fahrzeuge dem richtigen Händlerstandort zugeordnet werden. Bei Microsoft funktioniert das über Bing Places for Business – das Microsoft-Äquivalent zu Google Business Profile.

Auch hier gibt es einen direkten Import-Button: Das komplette Google-Standortprofil lässt sich mit wenigen Klicks zu Bing rüberziehen. Öffnungszeiten, Adresse, Fotos, Bewertungen – alles wird übernommen und muss nicht manuell nachgepflegt werden.

Unterschiede zwischen Google Vehicle Ads und Microsoft Automotive Ads im Überblick

Account-Struktur: Google erfordert die Verknüpfung von Merchant Center, Google Ads und Google Unternehmensprofil – drei separate Konten. Microsoft kommt mit einem einzigen Ad-Account aus, ein separates Merchant Center ist nicht zwingend nötig. Das vereinfacht die Verwaltung spürbar.

Feed: Beide Plattformen nutzen dieselben Kernattribute. Microsoft ist bei einigen Pflichtfeldern (z. B. Preis) etwas weniger streng als Google.

Kampagnen-Setup: Google setzt auf Performance Max mit Fahrzeugfeed. Microsoft kann über den Google-Import automatisch synchronisiert werden – oder alternativ nach dem alten manuellen Weg mit Search-Kampagne und dynamischem Feed aufgebaut werden.

Tracking: Google Conversions laufen über den Google Tag Manager. Microsoft benötigt zusätzlich das UET-Tag – dieser Schritt darf auf keinen Fall vergessen werden.

Standortdaten: Google nutzt das Google Unternehmensprofil, Microsoft nutzt Bing Places for Business – mit direktem Import aus Google.

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Budget und Lernphase

Microsoft empfiehlt, das Tagesbudget in der Startphase nicht zu knapp zu bemessen. Ein Tagesbudget zwischen 50 und 500 Euro gibt dem Algorithmus die nötigen Datenpunkte, um effizient zu optimieren. Eine gute Orientierung: Starte mit etwa 20–30 % des Google-Budgets für denselben Markt. Beobachte die ersten 2–3 Wochen intensiv und passe dann auf Basis der Conversion-Daten an.

In der Lernphase: Keine zu spitzen Zielgruppen-Einschränkungen setzen. Erst auf Basis echter Performance-Daten segmentieren.

Eine halbe Stunde Aufwand, ein zweiter Kanal

Sobald der Google Vehicle Ads Feed fehlerfrei im Google Merchant Center läuft und die Kampagnen aktiv sind, ist das Setup für Microsoft Automotive Inventory Ads eine Sache von maximal 30 Minuten Agenturarbeit – vorausgesetzt, das UET-Tag ist auf der Website eingebaut.

Microsoft hat diesen Weg bewusst so einfach gemacht. Das Ergebnis: Mehr Reichweite, weniger Wettbewerb, niedrigere CPCs – und ein zweiter Kanal, der nahezu wartungsfrei mitläuft, weil die Google-Kampagne als Basis dient.

Für Autohäuser, die schon in Google Vehicle Ads investiert haben, gibt es keinen Grund, diesen zweiten Kanal liegen zu lassen. Für Autohäuser, die noch gar nicht gestartet sind: Der Aufbau beider Kanäle parallel ist der effizienteste Weg – und lässt sich wunderbar mit einer SEO-Strategie für Autohäuser kombinieren, die auf denselben Fahrzeug-Detailseiten aufbaut.

Möchtest du dein Autohaus auf beiden Plattformen sichtbar machen? Als Microsoft Bing Ads Agentur und Google Ads Agentur begleiten wir den gesamten Aufbau – vom Feed-Setup bis zum laufenden Kampagnen-Management.

Julian Hofmann JSH Marketing
Über den Autor:
Julian Hofmann ist Gründer & Geschäftsführer von JSH Marketing. Seit über 15 Jahren brenne ich für das Suchmaschinenmarketing – für mich ist das mehr als nur Zahlen, sondern die Verbindung aus analytischer Präzision und strategischem Weitblick. Mit meinem Hintergrund in der Philosophie hinterfrage ich gerne den Status Quo, um messbare Ergebnisse zu liefern, die wirklich Bestand haben.
Hier im Blog beantworte ich die Fragen, die mir in der täglichen Zusammenarbeit mit meinen Kunden begegnen – ehrlich, fundiert und direkt aus der Praxis.
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