Non-Cookie-Future – GA4 Revolution

Tracking ist der entscheidende Vorteil im Online Marketing gegenüber den klassischen Marketingmaßnahmen. Und gerade dieser Vorteil wurde durch DSGVO & Co. „bedroht“. Die Lösung heißt non Cookie Future – eine Zukunft ohne Cookies.

Stell dir eine Welt vor, in der die üblichen digitalen Spuren nicht mehr vorhanden sind – ich meine damit keine essbaren Krümel, sondern die Cookies. Diese unscheinbaren Beobachter unseres Verhaltens im Internet könnten bald Vergangenheit sein. Aber was bedeutet das für das Online-Marketing und insbesondere für die Analyse unserer Website-Daten?

Ich glaube, dass der Google Analytics 4 (GA4) uns in ein neues Tracking-Zeitalter führt, ohne dass wir auf Cookies angewiesen sind. Das digitale Ökosystem steht kurz vor einer wichtigen Veränderung, von der Werbetreibende, Website-Besitzer und Verbraucher gleichermaßen betroffen sind: Die herkömmlichen Tracking-Cookies werden abgelöst. Datenschutzbedenken und gesetzliche Vorschriften wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der California Consumer Privacy Act (CCPA) haben dazu geführt, dass Browser wie Safari und Firefox bereits seit einiger Zeit Third-Party-Cookies blockieren. Mit Googles Ankündigung ab 2024 auch keine Third-Party-Cookies mehr im Chrome-Browser zu unterstützen rücken cookie-freie Tracking-Lösungen wie Google Analytics 4 (GA4) verstärkt in den Fokus des Interesses. Als Agentur verwenden wir GA4 seit seiner Einführung und helfen gerne bei einem nachträglichen Wechsel von der traditionellen Universal Analytics zur GA4-Version.

Warum das Ende der Cookies eine Wende bedeutet

Hast du dich jemals gefragt, warum, nachdem du gemütlich auf einer Möbelwebsite gesurft hast, plötzlich überall Werbung für genau dieses bequeme Sofa auftaucht? Das liegt an den Cookies. Sie ermöglichen zielgerichtetes Marketing, stellen aber auch eine Herausforderung für die Privatsphäre dar.

Cookies haben das digitale Marketing revolutioniert, indem sie es ermöglicht haben, das Online-Verhalten von Nutzern nachzuvollziehen und personalisierte Nutzererfahrungen zu bieten. Dies hat jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre und des Datenschutzes hervorgerufen, was zu Forderungen nach größerer Transparenz und Kontrolle über die gesammelten Daten führte. Infolgedessen haben viele Länder Gesetze und Vorschriften erlassen, um den Schutz personenbezogener Daten zu gewährleisten. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union ist ein Beispiel dafür.

Länder und Organisationen drängen auf mehr Datenschutz. Für Unternehmen, die personalisierte Werbung nutzen möchten, wird es schwierig sein, alternative Methoden zu finden. Der Google Analytics 4 (GA4) ist eine solche Möglichkeit. Doch mit dem GA4 hat sich auch das Messen der Nutzerdaten verändert.

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Das Tracking Ökosystem: Gestern und Heute

Es ist, als würden wir von einer abgelegenen Straße auf eine Autobahn des Datenschutzes wechseln. Früher waren Tracking-Cookies notwendig, um Informationen reibungslos im digitalen Marketing zu verteilen. Sie fungierten als Schmiermittel, das den Informationsfluss ermöglichte. Doch heute müssen wir unsere Denkweise ändern. Wir müssen uns bewusst sein, dass die Nutzerdaten wertvoll sind und die Nutzer das Recht haben zu entscheiden, wer darauf zugreifen darf. Aus Datenschutzgründen sind Cookies deswegen bedenklich. Es ist, als würden wir von einer abgelegenen Straße auf eine Autobahn des Datenschutzes wechseln.

Cookies sind aus Datenschutzgründen bedenklich, da sie verschiedene Informationen über die Nutzer sammeln und speichern können. Diese Informationen können persönliche Daten wie IP-Adressen, Standorte, besuchte Websites, Einkäufe und Vorlieben enthalten.

Der Hauptgrund, warum Cookies bedenklich sind, liegt darin, dass sie dazu verwendet werden können, das Verhalten von Nutzern zu verfolgen und Profile über sie zu erstellen. Diese Nutzerprofile können dann für gezielte Werbung, personalisierte Inhalte (man denke an das Sofa zuvor) oder sogar für unerwünschte Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel das Sammeln von sensiblen Informationen oder das Verfolgen von Nutzern ohne deren Einwilligung.

Ein weiteres Problem für den Datenschutz ist, dass Cookies oft von Dritten, wie Werbenetzwerken oder Analyseunternehmen, platziert werden. Dies bedeutet, dass diese Unternehmen Zugriff auf die gesammelten Daten haben können und sie für ihre eigenen Zwecke nutzen könnten, ohne dass der Nutzer dies unbedingt weiß oder kontrollieren kann.

Was ist der GA4?

GA4, oder Google Analytics 4, ist Googles Antwort auf den Wunsch nach mehr Datenschutz. Der direkte Weg zur No Cookie Future!

Es gleicht weniger einem Spion und eher einem anonymen Umfrageassistenten, der gesammelte Daten ohne persönliche Identifizierung verwendet. Das bedeutet, dass GA4 keine personenbezogenen Daten wie Namen oder E-Mail-Adressen sammelt. Stattdessen verwendet der GA4 eine eindeutige Kennung für jeden Nutzer, die jedoch nicht mit persönlichen Informationen verknüpft ist.

Diese neue Herangehensweise an Datenschutz und Datenerfassung hat viele Vorteile. Zum einen können Unternehmen weiterhin wichtige Einblicke in das Verhalten ihrer Website-Besucher gewinnen, ohne dabei gegen geltende Datenschutzbestimmungen zu verstoßen. Zum anderen ermöglicht es GA4 auch eine bessere Analyse der Customer Journey über verschiedene Geräte hinweg. So kann beispielsweise nachvollzogen werden, ob ein Besucher zunächst auf einem Smartphone auf die Seite kommt und später von seinem Laptop aus kauft – ohne dabei personenbezogene Daten erfassen zu müssen.

Der Google Analytics 4 bietet sowohl für Unternehmen als auch für Nutzer zahlreiche Vorteile im Hinblick auf den Schutz privater Informationen sowie detaillierte Analysedaten zur Optimierung. Deswegen setzen wir in unsere Agentur sehr stark auf die Nutzung des GA4. Sei es für den Erfolg der Google Ads Kampagnen oder auch zur Auswertung unserer SEO Strategien. Sobald wir wissen wollen, wie sich die Nutzer auf einer Webseite bewegen und verhalten, schauen wir uns die Daten aus dem GA4 an.

GA4 könnte als der Superheld angesehen werden, der aus den Schatten springt, um uns in der düsteren Welt ohne Cookies zu retten – sehr metaphorisch, aber es trifft die Situation. Online Marketing ohne Tracking ist irgendwie witzlos und verliert tatsächlich seinen Vorteil.

Maschinelles Lernen und die Analyse von User Journeys stehen beim GA4 hier im Vordergrund, um ein personalisiertes und nahtloses Erlebnis für den Nutzer zu schaffen. In der neuen Version von Google Analytics sind eine Vielzahl an neuen Funktionen, wie zum Beispiel das Event-Tracking, verfügbar. Ein Websitebesucher löst nun Events aus, die für sich ausgewertet werden können.

Doch was bedeutet das eigentlich? Für Unternehmen wird es nun einfacher denn je sein, ihre Zielgruppe besser kennenzulernen und gezielt anzusprechen. Durch die Analyse des Userverhaltens können Schwachstellen in der Customer Journey erkannt werden – sei es durch lange Ladezeiten einer Webseite oder unübersichtliche Menüstrukturen. Hier setzt GA4 an: Es ermöglicht dem Unternehmen genau diese Probleme schnellstmöglich zu erkennen und auszumerzen.

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Auch im Bereich Marketing kann GA4 seine Stärken ausspielen: Die Auswertung verschiedener Werbekanäle (wie beispielsweise Social Media Ads) lässt sich mit Hilfe dieses Tools noch präziser gestalten als bisher möglich war.

Dadurch lassen sich Budgets effektiver nutzen sowie Kampagnen optimieren – ganz nach dem Motto „Weniger Aufwand bei mehr Erfolg“! Zudem gibt uns GA4 einen Einblick darüber, welche Inhalte besonders gut beim Kunden ankamen bzw. nicht so erfolgreich waren – hierdurch können wir unsere Strategie entsprechend anpassen. Insgesamt könnte man sagen: Mit Google Analytics 4 steht uns ein mächtiges Tool zur Verfügung.

Es mag so scheinen, als würden wir uns von einem altbekannten Freund verabschieden. Haben wir uns doch alle an die Cookie Banner gewöhnt 🙂

Doch der Abschied von Cookies könnte der Beginn einer erfrischenden neuen Ära des Online-Marketings sein. Denn während Cookies in der Vergangenheit ein unverzichtbares Werkzeug für das Tracking von Nutzerdaten waren, haben sie auch immer wieder Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes aufgeworfen. Zahlreiche unserer Kunden wollten kein Tracking, um garantiert auf der sicheren Seite zu sein.

Mit dem zunehmenden Bewusstsein und den strengeren Vorschriften zum Schutz personenbezogener Daten wird es Zeit, dass wir uns von den Cookies verabschieden.

Aber was bedeutet dies nun für die Zukunft des Online-Marketings?

Es ist an der Zeit, dass wir uns vom Gedanken lösen, dass mehr Daten automatisch bessere Ergebnisse bedeuten. Stattdessen sollten wir unsere Aufmerksamkeit auf qualitativ hochwertige Informationen richten – solche, die tatsächlich einen Mehrwert bieten können. Die Abschaffung von Cookies mag im ersten Moment beängstigend erscheinen – doch wenn man genauer darüber nachdenkt, könnte es genau das Richtige sein, um unser digitales Marketing zukunftssicher zu machen – in der non Cookie Future.

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Julian Hofmann
Julian ist Inhaber der JSH Marketing. Als studierter Philosoph ist er dafür bekannt, Mechanismen, Strukturen und Abläufe zu hinterfragen. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung besitzt Julian ein tiefes Verständnis für die verschiedenen Aspekte des Online-Marketings, insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Google Ads. Er ist ein analytisch denkender und datengetriebener Experte, der stets bestrebt ist, die Ergebnisse für seine Kunden zu maximieren. Seine Blog-Artikel beinhalten Themen aus Schulungen und Workshops, auf die er sich vorbereitet bzw. Rückfragen, auf die er in Form der Artikel antwortet.
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