Autor: Julian Hofmann | Überarbeitet: Febraur 2026.
Ankertexte richtig schreiben: Typen, Beispiele und häufige Fehler
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du gute Ankertexte schreibst, welche Typen es gibt, wann du welchen einsetzt – und welche Fehler ich in der Agenturarbeit täglich sehe..
Was man im Artikel über Ankertexte erwarten kann:
200+
5,0
zufriedene Kunden





Das Wichtigste auf einen Blick
Bevor wir ins Detail gehen, hier ein kompakter Überblick über alles, was einen guten Ankertext ausmacht – und was du unbedingt vermeiden solltest:
| Bedeutung | ✓ Teil von OnPage- und OffPage-SEO ✓ Beeinflussen Google-Positionierung ✓ Relevanz-Faktor im Algorithmus |
| Eigenschaften eines guten Ankertexts | ✓ Inhaltlich relevant ✓ Mehrwert für den Leser ✓ Passende Keywords enthalten Erwartungen des Lesers erfüllen |
| Strategien | ✓ Verschiedene Ankertext-Varianten nutzen ✓ Exact Match Keywords und Synonyme verwenden ✓ Natürlich klingende Formulierungen interessant und anregend gestalten |
| Zu vermeiden | ✓ Unpassende/irreführende Texte ✓ Keyword Stuffing ✓ Künstlich wirkende Links |
| Ziel | ✓ Positivem Ranking fördern ✓ Leser zum Weiterlesen animieren ✓ Natürliche Linkgestaltung |
1. Warum Ankertexte für SEO entscheidend sind
Backlinks sind einer der stärksten Rankingfaktoren im Linkbuilding – aber nicht jeder Backlink wirkt gleich. Den Unterschied macht oft der Linktext. Suchmaschinen wie Google lesen den Ankertext, um zu verstehen, worum es auf der verlinkten Seite geht. Ein Backlink mit dem Ankertext „SEO Agentur München” signalisiert Google eine klare thematische Verbindung. Ein Backlink mit „hier klicken” tut das nicht.
Das gilt genauso für interne Verlinkungen. Wer intern mit generischen Linktexten wie „weiterlesen” oder „mehr dazu” arbeitet, verschenkt enormes Potenzial für die Nutzerführung und die Suchmaschinenoptimierung.
Kurz gesagt: Ankertexte sind ein zentrales Werkzeug im SEO – sowohl im Offpage-Bereich (Linkaufbau, Backlinks, Domain-Autorität) als auch im OnPage-Bereich (interne Links, Navigation, User Experience).
2. Die 6 Typen von Ankertexten – und wann du welchen nutzt
Nicht jeder Ankertext funktioniert für jeden Zweck gleich gut. In der Praxis unterscheiden wir sechs Typen – mit klar unterschiedlicher Wirkung auf SEO und Nutzerführung.
| Art des Ankertextes | geeignet für SEO | ungeeignet für SEO |
|---|---|---|
| Der Marken-Ankertext Der Marken-Ankertext ist eine der ältesten und bekanntesten Methoden des Linkbaits. Ein Marken-Ankertext ist ein Link, der auf den Namen einer Marke oder eines Produkts verweist. Beispiele dafür sind „Apple“, „Nike“ oder „McDonalds“. Der Marken-Ankertext ist besonders nützlich, da es eine einfache Möglichkeit ist, Links zu generieren und zu verfolgen, wie oft Ihre Marke in den Ergebnissen der Suchmaschine angezeigt wird | ✓ | |
| Der Verwandte-Ankertext Der Verwandte-Ankertext bezieht sich auf Wörter oder Phrasen, die in Bezug zu dem von Ihnen verlinkten Inhalt stehen. Beispielsweise könnte man einen Verwandten-Ankertext für einen Artikel über Smartphones verwenden, indem man Wörter wie „Handy“, „Telefon“ oder „Mobilgerät“ verwendet. Diese Ankertexte helfen Suchmaschinen dabei, relevantere Ergebnisse für Benutzer zu liefern. | ✓ | |
| Der nackte Link Der nackte Link ist der am häufigsten verwendete Ankertext und bezieht sich auf URLs oder Domains ohne Text vor dem Link. Dieser Typ von Ankertext kann sehr nützlich sein, um Besucher direkt auf bestimmte Seiten deiner Website zu lenken, aber es ist nicht so effektiv für SEO-Zwecke. Daher solltest du diese Art von Ankertext nur dann verwenden, wenn du Besucher direkt an bestimmte Seiten leiten möchten. | ✓ | |
| Der Keyword-Ankertext Der Keyword-Ankertext ist eine weitere beliebte Methode des Linkbaits und bezieht sich auf den Gebrauch spezifischer Schlüsselwörter innerhalb des Links. Beispielsweise könnte man Schlüsselwörter wie „Smartphone“ in den Ankertext des obigen Artikels über Smartphones integrieren. Diese Art von Ankertext ist besonders hilfreich für SEO-Zwecke, da Suchmaschinen besser abschätzen können, worum es in dem von dir verlinkten Inhalt geht. | ✓ | |
| Der Zufällige-Ankertext Der Zufällige-Ankertext bezieht sich auf Wörter oder Phrasen, die keinen direkten Bezug zum Inhalt haben, aber trotzdem noch mit dem Thema verbundene Bedeutung haben können. Zum Beispiel könnte man in unserem Smartphone-Beispiel den Satz „Gespräche im modernsten Stil“ als zufälligen Ankertext einsetzen. Dieser Typ von Ankertext funktioniert zuverlässig in Situationen, in denen der Inhalt nicht so offensichtlich ist und somit mehr Kreativität erfordert. | ✓ | |
| Der Longtail-Ankertext Der Longtail-Ankertext bezieht sich auf lange Schlüsselphrasen mit mehr als vier Wörtern, die normalerweise spezifischer sind als andere Ankersatzarten. Beispielsweise könnte man den Satz „Bestes Smartphone unter 300 Euro“ als Longtail Ankersatz verwendet werden, um in Suchmaschinenergebnisses spezifischere Ergebnisse zu erhalten. | ✓ |
Unser Tipp aus der Praxis: Ein gesundes Backlink-Profil kombiniert Marken-, Verwandte- und Longtail-Ankertexte in einem natürlichen Mix. Wer ausschließlich auf Keyword-Ankertexte setzt, riskiert eine Abstrafung. Wer nur Brand-Anker nutzt, verschenkt Ranking-Potenzial.
3. Interne Links vs. externe Backlinks – unterschiedliche Regeln
Ein Punkt, den viele übersehen: Bei internen Verlinkungen gelten andere Spielregeln als beim externen Linkaufbau.
Bei externen Backlinks hast du meist wenig Kontrolle darüber, welchen Ankertext eine andere Website verwendet. Deshalb ist es wichtig, im eigenen Content Ankertexte so zu formulieren, dass externe Verlinkungen natürlich entstehen – ohne dass du auf exakte Keywords angewiesen bist.
Bei internen Links hast du volle Kontrolle. Hier kannst und solltest du gezielter mit keyword-reichen Ankertexten arbeiten, weil das Manipulationsrisiko wegfällt und Google die interne Verlinkungsstruktur als klares Signal für die Relevanz einzelner Seiten liest. Wer beispielsweise aus mehreren Blogartikeln mit dem Ankertext „SEO Audit” auf die entsprechende Leistungsseite verlinkt, unterstützt deren Ranking aktiv.
Praktische Regel: Interne Ankertexte dürfen spezifischer und keyword-orientierter sein. Externe Ankertexte sollten natürlich und vielfältig wirken.
So nicht – so besser: Konkrete Beispiele
Theorie ist gut – Beispiele sind besser. Hier siehst du den Unterschied zwischen schlechten und guten Ankertexten direkt im Vergleich:
| Schlechter Ankertext | Guter Ankertext |
|---|---|
| „Klick hier” | „Wie du dein Google-Ranking mit internen Links verbesserst” |
| „Mehr Informationen” | „Ankertexte: Typen, Beispiele und häufige Fehler” |
| „Zur Website” | „SEO Agentur München – Leistungen von JSH Marketing“ |
| „Weiterlesen” | „Google Bewertungen richtig aufbauen – Schritt für Schritt“ |
| „jsh.marketing/seo-agentur” | „SEO Agentur für nachhaltiges Ranking“ |
Das Prinzip dahinter: Ein guter Linktext muss auch isoliert – ohne den umgebenden Satz – verständlich sein. Wenn jemand nur den Ankertext liest und nicht weiß, wohin der Link führt, ist er zu generisch. Es geht, wie immer im SEO. auch hier darum, einen Mehrwert zu schaffen. Wenn der verlinkte Text unklar ist, schafft er keinen Mehrwert und niemand klickt. Damit stellt sich die Frage: Was macht einen guten Ankertext aus?
5. Was macht einen guten Ankertext aus?
Aus unserer täglichen Arbeit im Linkbuilding und der internen Verlinkung lassen sich fünf Kriterien ableiten:
Relevanz: Der Ankertext muss inhaltlich zur Zielseite passen. Ein Linktext über „Keyword-Recherche”, der auf eine Seite über Google Ads führt, verwirrt sowohl den Nutzer als auch Google.
Prägnanz: Ein bis drei Wörter reichen meist aus. Längere Formulierungen sind bei Longtail-Ankertexten in Ordnung, sollten aber trotzdem auf den Punkt kommen. Ein zu langer Linktext unterbricht den Lesefluss.
Natürlichkeit: Der Ankertext muss sich in den umgebenden Satz eingliedern. Wenn es sich gezwungen anfühlt, ein Keyword einzubauen, dann bau es nicht ein. Keyword Stuffing in Ankertexten ist ein bekanntes Warnsignal für Google.
Konsistenz: Verlinke intern auf dieselbe Zielseite möglichst mit ähnlichen Ankertexten. Unterschiedliche Linktexte für dieselbe URL können Google verwirren und das Ranking schwächen.
Kontext: Der umgebende Satz zählt mit. Google liest nicht nur den Ankertext selbst, sondern auch den Main Content darum herum. Ein kontextuell eingebetteter Link wirkt stärker als ein isolierter.
6. Was Google selbst über Ankertexte sagt
Google hat in den Search Centrals klare Aussagen zu HTML-Links und Linktexten gemacht:
„Good anchor text is descriptive, reasonably concise, and relevant to the page that it’s on and to the page it links to. It provides context for the link, and sets the expectation for your readers.”
— Google Search Central: Link best practices for Google (zuletzt aktualisiert: Dezember 2025)
Was das in der Praxis bedeutet: Google bewertet den Ankertext nicht isoliert, sondern als Teil der Verbindung zwischen zwei Seiten. Der Linktext soll für den Nutzer Orientierung bieten – und für Google ein klares Signal, welches Thema die Zielseite behandelt.
Was ich in der Agenturarbeit regelmäßig sehe: Viele Websites haben intern noch immer dutzende Links mit „hier”, „mehr dazu” oder gar keine Ankertexte bei Bild-Links ohne Alt-Tag. Das ist verschenktes Potenzial – und lässt sich mit einem einfachen Crawl in wenigen Stunden beheben.
7. Ankertexte und Alt-Tags bei Bildlinks
Ein Sonderfall, den viele vergessen: Wenn ein Bild als Link fungiert, gibt es keinen sichtbaren Ankertext. In diesem Fall übernimmt der Alt-Text des Bildes die Funktion des Ankertexts. Google liest den Alt-Tag und nutzt ihn, um die Verbindung zwischen verlinktem Bild und Zielseite zu verstehen.
Praxis-Tipp: Prüfe alle Bildlinks auf deiner Website. Ein leerer Alt-Tag bei einem verlinkten Bild ist für Google dasselbe wie ein leerer Ankertext – also keine verwertbare Information.
8. Die häufigsten Fehler bei Ankertexten
Zu viele Keyword-Ankertexte: Wenn 80 % aller Backlinks auf eine Seite denselben exakten Keyword-Ankertext haben, wirkt das Profil manipuliert. Google wertet das als Zeichen für unnatürlichen Linkaufbau.
Generische Linktexte intern: „Hier”, „klicken”, „mehr” – das sind verschenkte interne Verlinkungen. Jeder interne Link ist eine Chance, Google die Relevanz einer Seite zu signalisieren.
Ankertexte ohne Bezug zur Zielseite: Ein Linktext, der thematisch nicht zur verlinkten Seite passt, verwirrt Nutzer und kann als Cloaking-Signal gewertet werden.
Keine Ankertexte bei Bildlinks: Fehlende Alt-Tags bei verlinkten Bildern sind unsichtbare Links – für Nutzer und für Google.
Wie lang sollte ein Ankertext sein?
In den meisten Fällen reichen ein bis drei Wörter. Bei Longtail-Ankertexten sind auch fünf bis sieben Wörter sinnvoll, solange der Text prägnant bleibt und sich natürlich in den Satz einfügt.
Kann ich dasselbe Keyword mehrfach als Ankertext verwenden?
Intern ja – mit Maß. Im externen Linkaufbau solltest du für dasselbe Ziel-Keyword verschiedene Ankertext-Varianten und Synonyme verwenden, um ein natürliches Backlink-Profil aufzubauen.
Was passiert, wenn ich zu viele Keyword-Ankertexte nutze?
Google kann das als Zeichen für manipulativen Linkaufbau werten. Das Risiko: eine manuelle oder algorithmische Abstrafung, die Rankings einzelner Seiten oder der gesamten Domain drückt.
Zählen Ankertexte in der Navigation? Ja
Auch Navigationselemente, Footer-Links und Breadcrumbs werden von Google gelesen. Halte die Ankertexte dort kurz, klar und konsistent.
Was ist der Unterschied zwischen Ankertext und Alt-Tag?
Der Ankertext ist der sichtbare Linktext. Der Alt-Tag ist die Bildbeschreibung, die bei Bildlinks die Funktion des Ankertexts übernimmt – und gleichzeitig für Barrierefreiheit und Bildsuche relevant ist.