Was haben SEO und Philosophie gemeinsam?

Warum die Philosophie und SEO mehr gemeinsam haben, als man denkt:

Viele wissen es nicht. Meinen historischen Werdegang habe ich nicht mit Marketing oder IT beschritten, auch wenn mir das viele nachsagen. Ich habe Philosophie studiert. Und das nicht „auch nebenbei“, sondern im Hauptfach an einer Hochschule für Philosophie bis zum Master of Arts. Wie kommt man nun aber von Philosophie, der Liebe zur Weisheit, zur Suchmaschinenoptimierung und darüber hinaus sogar noch dazu Inhaber eine namhaften SEO Agentur zu werden? Weil mich selbst diese Frage immer mehr beschäftigt, möchte ich heute darüber schreiben, was SEO und Philosophie tatsächlich gemeinsam haben. Die älteste Wissenschaft mit der wohl Jüngsten.

Denn, obwohl Philosophie und SEO sich auf den ersten Blick unterschiedlich anhören, sind sie viel mehr miteinander verbunden, als man denkt. Beide sind im Grunde darauf ausgerichtet, Antworten auf die Fragen des menschlichen Denkens. Ein guter SEO hinterfragt Suchanfragen und damit Fragen und auch die Produkte und Dienstleistungen seiner Kunden, während Philosophie uns lehrt Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. Beide Disziplinen beschäftigen sich intensiv mit dem menschlichen Denken, mit Worten und deren Bedeutung und dem Formulieren von Problemen und Finden von Lösungen.

Klassisch philosophisch will ich meine Überlegung aber mit einer Begriffsklärung starten. Was ist Philosophie und was ist SEO?

Was ist die Philosophie?

Wenn Du an Philosophie denkst, kommen Dir vielleicht erst einmal alte Männer in langen Gewändern und komplizierte Gedankengänge in den Sinn. Aber Philosophie ist weit mehr als das. Es geht um die grundlegenden Fragen des Lebens und der Welt, um Werte und Normen, um Erkenntnis und Wahrheit. Und genau wie bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, diese Fragen und Themen so aufzubereiten, dass sie für andere verständlich und zugänglich sind. Denn letztendlich geht es darum, eine Verbindung zwischen dem eigenen Denken und der Welt um uns herum herzustellen und zu verstehen, wie wir uns in ihr zurechtfinden können.

Was ist SEO?

Was SEO ist, habe ich bereits in einem anderen Artikel einfach erklärt. SEO steht für Search Engine Optimization und wird zu deutsch mit Suchmaschinenoptimierung übersetzt. Wenn Du Dich mit dem Thema Philosophie beschäftigst, wirst Du schnell feststellen, dass es viele Parallelen zur Suchmaschinenoptimierung gibt. Denn genau wie bei der Philosophie geht es beim SEO darum, Dinge zu verstehen. Ich kann nur das wirklich optimieren, von dem ich verstanden habe, wofür man es benötigt und in welcher Situation man danach sucht. Das bedeutet auch, dass man beim SEO ein Problembewusstsein durch gedankliche Experimente entwickelt, was übrigens eine philosophische Methode ist.

Bei SEO geht es darum, die Suchanfragen der Suchenden und im nächsten Schritt die Suchmaschinen-Algorithmen zu verstehen, um im nächsten Schritt ableiten zu können, wie man die Webseiten optimieren sollte, um so eine höhere Platzierung in den Suchergebnissen zu erreichen. Beide Disziplinen erfordern eine ständige Analyse, permanentes hinterfragen und anpassen, um erfolgreich zu sein. Also, wenn Du Dich für SEO interessierst, solltest Du auch einen Blick auf die Philosophie werfen – es könnte Dich überraschen, wie viel Du von ihr lernen kannst.

Was vereint Philosophie und SEO?

Wir haben bereits einige Andeutungen gesehen, wo sich Philosophie und SEO methodisch und strukturell ähnlich sind. Wusstest du, vor diesem Artikel, dass die Philosophie und SEO mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denken würde?

1. Streben nach Verständnis

Eine Gemeinsamkeit von SEO und Philosophie ist beständige Streben nach Erkenntnis. Und dies sogar auf mehreren Ebenen. Beide Disziplinen beschäftigen sich mit der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis. In der Philosophie geht es darum, die Welt und das Leben zu verstehen. Diese Aussage man für viele Philosophen wohl viel zu kurz greifen, jedoch ist es im Zweck dieser Argumentation weitreichend genug.

Das Streben nach Erkenntnissen, neuen Erkenntnissen und damit auch Lösungen auf Probleme ist ein Merkmal der Philosophie als Wissenschaft. Dieses Streben nach Erkenntnis und Wahrheit ist dabei auch im SEO tragend. Sowohl versucht man permanent, Algorithmen und Systeme besser zu verstehen. Zugleich beschäftigt man sich mit dem Streben nach Erkenntnis der richtigen Suchintention, Suchanfrage und Problemstellung des Suchenden. Damit kann man sagen, dass die Suche nach Erkenntnis eine Gemeinsamkeit von SEO und Philosophie ist.

2. Komplexe Problemstellung

Aus dieser ersten Gemeinsamkeit lässt sich gleich auf eine zweite schließen: Beide erfordern eine gewisse nüchterne Kreativität und die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen. Um ein Problem zu lösen, muss man es aber zunächst vollständig verstanden haben. Der SEO löst ein Vielfaches an Problemen: Er gibt Antworten auf tatsächliche Problemfragen und Problemstellungen von Nutzern. Dafür muss er die Probleme, die diese Suchenden mit Ihrer Sucheingabe klären wollen, vollständig verstanden haben.

Diese Formulierung deutet dabei auf ein zweites Lösen hin: Der Suchende hat ein Problem und versucht dieses in wenigen Worten zu formulieren. Dabei gibt es oft eine Kommunikationslücke zwischen dem gedanklich formulierten Problem und dem, was man dann in den Suchschlitz schreibt. Eine zweite Lücke entsteht dann noch angesichts Erwartungshaltung gegenüber der Lösung, denn jeder Suchende erwartet etwas als Ergebnis auf seine Sucheingabe. Diese Kommunikationslücken sind Problemstellungen, die ein SEO oftmals kreativ zu lösen hat. Methodisch geht der SEO dabei zumeist vor, wie ein Philosoph. Und eine dieser Methoden ist das systematische Stellen relevanter Fragen.

3. die richtige Frage

In beiden Bereichen geht es darum, die richtigen Fragen zu stellen. Die Fragen werden dabei nicht zwingend gestellt, um richtige Antworten zu finden, sondern vielmehr, um durch die Frage ein Problembewusstsein zu schaffen. Der SEO stellt sich die Fragen nach den Suchanfragen und folglich auch danach, was der, der die Webseite finden möchte, erwartet. Man versetzt sich in die Gedankenwelt des Suchenden. Zugleich sucht man die Fragestellung zu verstehen. Dadurch erhält man eine Fülle neuer Erkenntnisse.

4. Erkenntnisse

Wenn man sich mit beiden Disziplinen auseinandersetzt, kann man wertvolle Erkenntnisse gewinnen und seine Fähigkeiten in beiden Bereichen verbessern. Wertvolle Erkenntnisse gibt es in der Philosophie unzweifelhaft. Doch welche Erkenntnisse erlangt man im SEO, die das Prädikat wertvoll verdienen? Zunächst ist das Verstehen der Gedanken anderer Menschen durchaus ein Prozess, der wertvolle Gedanken produziert. Man versteht dadurch die Bedürfnisse besser und kann entsprechend auf den Webseiten nachbessern. Zugleich versteht man Produkte und Dienstleistungen, die optimiert werden stetig besser. Ob dies im gleichen Sinn als wertvoll zu werten ist, wie es philosophische Erkenntnisse sind, lasse ich nun einmal unkommentiert stehen. Aber es ist unzweifelhaft, dass beide Disziplinen durch ähnliche Methoden Erkenntnisse schaffen und Schlüsse daraus ziehen.

5. Weiterbildung

Außerdem erfordern sowohl die Philosophie als auch SEO eine ständige Weiterbildung und Anpassung an neue Entwicklungen. Wie jede Wissenschaft fordert gerade die Philosophie ein ständiges Maß an Weiterbildung. Und im SEO? Wer hier rastet, rostet. Google allein fährt täglich mehrere Updates, die es zu verstehen gilt. Zugleich entwickelt sich das Suchverhalten der Menschen laufend weiter. Google und Co. haben sich in den letzten Jahren zu elementaren Pfeilern in der Wissensvermittlung entwickelt. Und dabei gilt es, als SEO stets am Ball zu bleiben, um nicht von den Gewohnheiten der Suchenden überholt zu werden.

6. Worte, Sätze, Sinn und Bedeutung

Das Spiel mit Worten und Begriffen ist ein weiterer gemeinsamer Aspekt von SEO und Philosophie. In der Philosophie gibt es die Disziplin der Sprachphilosophie, die sich mit den Gedanken und Worten und letztlich der Sprache selbst beschäftigt hat. Die Sprache ist es, mit deren Hilfe wir denken und kommunizieren. Aber auch die Sprache ist es, über es nachzudenken lohnt. Das macht der SEO mit jeder einzelnen Suchphrase für sich, sucht Zusammenhänge, Cluster und Zuordnungen. Mit Gottlob Frege könnte man auch sagen, er sucht bei jedem Wort Sinn und Bedeutung zu verstehen.

7. Wissensvermittlung

Das Thema der Wissensvermittlung ist die letzte Gemeinsamkeit. Früher waren die guten Lehrer oft die Philosophen. Heute werden Google und Co. gefragt, wenn man die Welt verstehen möchte. Doch wer erklärt die Welt auf den Webseiten, die gefunden werden? Es sind die Kollegen der Suchmaschinenoptimierung, die auf die zahlreichen Fragen antworten. Ob die Tiefe der Gedanken dabei die gleiche Qualität wie bei den klassischen Philosophen hat, glaube ich nicht. Aber die Funktion, die der einzelne einnimmt, ist die gleiche, denn beide suchen nach Antworten.

8. Systeme Verstehen

Philosophen denken gerne und oft in Systemen. Tatsächlich kann man jeden logischen Zusammenhang systematisch fassen. Und gerade hier wird einer der größten Vorteile philosophischen Denkens für SEO deutlich. Bei der täglichen Arbeit der Webseitenoptimierung ist es nötig, in den verschiedensten Systemen zu denken. Wir reden hier von zahlreichen CMS Systemen (z.B. WordPress, Shopware und zahlreiche andere), die alle für sich unterschiedlich aufgebaut sind. Zusätzlich baut jeder Programmierer seine Webseiten mit einer eigenen Handschrift und somit kann man sagen, dass tatsächlich jede Webseite individuell und verschieden ist. Erkennt man das System dahinter, erkennt man aber die Ähnlichkeit all dieser Systeme und kann so auch unbekannte Systeme schnell bearbeiten lernen.

Das Denken in Systemen und Strukturen ist übrigens auch für große Datenmengen hilfreich. 🙂

Wie beeinflussen sich beide Disziplinen gegenseitig?

Wenn man sich die beiden Disziplinen genauer anschaut, wird schnell klar, dass sie mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denken mag. Beide beschäftigen sich mit der Suche nach Antworten und Lösungen. Während die Philosophie nach Antworten auf grundlegende Fragen des Lebens sucht, geht es bei SEO darum, die richtigen Antworten auf die Suchanfragen der Nutzer zu liefern.

Doch auch in der Herangehensweise, der Methode, gibt es Parallelen: Beide Disziplinen setzen auf eine systematische und analytische Vorgehensweise, um zu Ergebnissen zu kommen. Zudem spielen auch Kreativität und Innovation eine wichtige Rolle, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Ob sich SEO und Philosophie gegenseitig beeinflussen, kann ich nicht beurteilen. Was ich aber sagen kann ist, dass sie sich in Ihrem Vorgehen und der Methode sehr ähnlich sind und teilweise ähnliche Gegenstände behandeln.

Wie kann man die Kombination dieser Disziplinen nutzen?

Immer wenn ich meinen Lebenslauf erzähle, sehe ich Fragezeichen in den Gesichtern meiner Gegenüber. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass SEO und Philosophie nicht viel gemeinsam haben. Aber bei genauerem Hinsehen und, wie wir gesehen haben, wird deutlich, dass sie tatsächlich mehr miteinander zu tun haben, als man denkt. Beide Disziplinen beschäftigen sich mit der Suche nach Wahrheit und Erkenntnis. Die Philosophie untersucht die grundlegenden Fragen des menschlichen Daseins, während SEO sich darauf konzentriert, wie man die Wahrheit im Internet sichtbar macht.

Wenn man diese beiden Disziplinen kombiniert, kann man eine starke Grundlage für eine erfolgreiche Online-Präsenz schaffen. Indem man sich auf die Wahrheit und die Bedürfnisse der Nutzer konzentriert, kann man eine Website optimieren, die sowohl für die Suchmaschinen als auch für die Besucher relevant ist. Die Anwendung philosophischer Methoden im SEO kann also dazu beitragen, dass die Webseite durch die Optimierung nicht nur gut rankt, sondern auch den Bedürfnissen der Nutzer entspricht.

Vorteil der Kombination von Philosophie mit SEO

Und damit wir unser Vorteil als SEO Agentur mit philosophischem Hintergrund deutlich. Wir nutzen die Daten und werten diese aus, verwenden aber zusätzlich unseren eigenen Kopf und die philosophischen Methoden, um die Optimierung nicht nur für Google, sondern besonders für die Nutzer zu machen. Der Nutzer wird der Kunde sein, und der sollte sich verstanden fühlen. Das erreiche ich nicht durch die Verwendung von Schlagworten in einer gewissen Anzahl und Abfolge. Das erreiche gerade nur dadurch, dass ich versuche ihn zu verstehen und auf sein akutes Bedürfnis sinnvoll zu antworten.

Dieses Vorgehen ist tatsächlich nicht sehr intuitiv, aber macht man sich deutlich, wie ein komplex das gedankliche Feld eines Suchenden ist, dann erscheint dies Vorgehen lachhaft simpel. Philosophen denken oft und gerne in Systemen, ebenso wie Suchmaschinen-Optimierer und ein weiterer Vorteil des philosophischen Denkens ist, dass es eine unfassbare Struktur in jedes gedachte Chaos bringt. Diese Fähigkeit der sauberen Strukturierung ermöglicht es uns sowohl unsere Kunden als auch deren Kunden zu verstehen und daraus Schlüsse für die Optimierung abzuleiten.

Und was ist nun der Vorteil für unsere Kunden?

Aufgrund der Struktur und des geübten Denkens sind wir schnell. Wir sind sehr geübt darin, Worte und deren Bedeutung im Zusammenhang des menschlichen Denkens zu verstehen. Und genau dort spielt sich eine erfolgreiche SEO Strategie letztlich ab. Im Denken dessen, der das Ergebnis findet.

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Julian Hofmann
Julian ist Inhaber der JSH Marketing. Als studierter Philosoph ist er dafür bekannt, Mechanismen, Strukturen und Abläufe zu hinterfragen. Mit über 15 Jahren Berufserfahrung besitzt Julian ein tiefes Verständnis für die verschiedenen Aspekte des Online-Marketings, insbesondere im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Google Ads. Er ist ein analytisch denkender und datengetriebener Experte, der stets bestrebt ist, die Ergebnisse für seine Kunden zu maximieren. Seine Blog-Artikel beinhalten Themen aus Schulungen und Workshops, auf die er sich vorbereitet bzw. Rückfragen, auf die er in Form der Artikel antwortet.
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