HTTP Status Codes

Jeden Tag laden wir aufs Neue unzählige Seiten im Internet auf unsere Browser herunter. Die meisten davon laufen problemlos, aber manchmal gibt es auch Ausnahmen. Dann erhalten wir Fehlermeldungen, die uns beschreiben, warum die Seite nicht geladen werden konnte. Diese Fehlermeldungen sind HTTP Status Codes und in diesem Blogartikel erfahrt ihr alles über sie!

Was sind HTTP Status Codes?

HTTP Status Codes sind ein wichtiges Mittel, um die Kommunikation zwischen Webserver und Client zu steuern. Sie geben an, ob eine Anfrage erfolgreich war, ob ein Fehler aufgetreten ist oder ob bestimmte Informationen angefordert werden. Status Codes werden in der Regel in drei Hauptkategorien unterteilt:

  • Informations-Codes: Diese Codes geben an, dass der Server die Anfrage des Clients erhalten hat und die Verarbeitung beginnt. Ein Beispiel hierfür ist der Code 100 (Continue), der anzeigt, dass der Server die Anfrage des Clients empfangen hat und mit der Verarbeitung fortfahren wird.
  • Erfolgs-Codes: Diese Codes zeigen an, dass die Anfrage des Clients erfolgreich war und die gewünschten Informationen bereitgestellt werden. Ein Beispiel hierfür ist der Code 200 (OK), der anzeigt, dass die Anfrage des Clients erfolgreich war und die gewünschten Informationen geliefert werden.
  • Fehler-Codes: Diese Codes zeigen an, dass bei der Anfrage des Clients ein Fehler aufgetreten ist. Ein Beispiel hierfür ist der Code 404 (Not Found), der anzeigt, dass die von dem Client angeforderten Informationen nicht auf dem Server gefunden wurden.

Die wichtigsten Status Codes im Überblick:

2xx – Erfolgreiche Antworten

2xx-Antworten beschreiben eine erfolgreiche Aktion oder Reaktion auf die Anforderung. Diese Antworten können sowohl vom Client als auch von der Web-Applikation gesendet werden. 2xx-Antworten sind in der Regel mit den folgenden Werten codiert:

  • 200 OK – Die Anforderung wurde erfolgreich abgeschlossen
  • 201 CREATED – Die Anforderung wurde erfolgreich angenommen, aber noch nicht abgeschlossen
  • 202 ACCEPTED – Die Anforderung ist akzeptiert, aber noch nicht abgeschlossen
  • 204 NO CONTENT – Die Anforderung hat keinen Inhalt

3xx – Weiterleitungen

3xx-Statuscodes weisen den Client darauf hin, dass er die angeforderte Ressource nicht an der angegebenen Stelle, sondern an einer anderen Stelle finden kann. Diese Statuscodes werden häufig von Webservern verwendet, um eine Umleitung zu erzwingen – zum Beispiel bei einer URL-Änderung. Die häufigsten 3xx-Statuscodes sind: 301 – „Moved Permanently“

  • Ein 301-Statuscode weist den Client darauf hin, dass die angeforderte Ressource nun an einer neuen Stelle zu finden ist. Die neue Stelle wird in der Regel in der Antwortheaderzeile Location angegeben. Ein 301-Statuscode kann auch verwendet werden, um eine Website von einer alten auf eine neue Domain umzuleiten. In diesem Fall sollte die neue Domain in der Location-Headerzeile angegeben werden.
  • 302 – „Found“ oder „Moved Temporarily“. Ein 302-Statuscode weist den Client darauf hin, dass die angeforderte Ressource vorübergehend an einer anderen Stelle zu finden ist. Die neue Stelle wird in der Regel in der Antwortheaderzeile Location angegeben. Bei einem 302-Statuscode sollte der Client die ursprüngliche URL beibehalten und bei zukünftigen Anfragen verwenden.
  • 304 – „Not Modified“. Ein 304-Statuscode weist den Client darauf hin, dass die angeforderte Ressource unverändert ist und aus dem Browsercache geladen werden kann. Daher muss der Client die Ressource nicht erneut abrufen.

4xx – Client-Fehler

4xx-Fehler treten auf, wenn ein Fehler auf der Client-Seite auftritt. Dies kann daran liegen, dass der Client eine Anfrage an den Server sendet, die ungültig ist oder fehlerhaft ist. Zum Beispiel kann ein Client versuchen, eine Datei herunterzuladen, die nicht vorhanden ist oder versuchen, auf eine Seite zuzugreifen, für die er nicht authorisiert ist.

Einige häufige 4xx-Fehlercodes sind:

  • 401 Unauthorized – Der Client hat keine Berechtigung, auf die angeforderte Ressource zuzugreifen.
  • 404 Not Found – Die angeforderte Ressource wurde vom Server nicht gefunden.
  • 400 Bad Request – Der Client hat eine Anfrage gestellt, die der Server nicht verstehen konnte.

Beachten Sie, dass 4xx-Fehlercodes vom Client generiert werden und daher in der Regel nicht behoben werden müssen. Wenn Sie jedoch häufig 4xx-Fehlercodes sehen, sollten Sie überprüfen, ob Ihre Website ordnungsgemäß funktioniert und ob alle Links und Ressourcen korrekt sind.

5xx – Server-Fehler

5xx-Statuscodes werden vom Server generiert und bedeuten, dass etwas schiefgelaufen ist. Dies kann unter anderem ein Fehler bei der Verarbeitung einer Anfrage sein.

Die häufigsten 5xx-Statuscodes sind:

  • Der am häufigsten vorkommende 5xx-Fehler ist der 500 Internal Server Error (auch als „Internal Server Error“ oder „HTTP 500 Error“ bekannt). Dieser Fehler bedeutet, dass es auf dem Server zu einem unbekannten Problem gekommen ist.
  • Ein weiterer häufiger 5xx-Fehler ist HTTP 501 Not Implemented. Dieser Fehler tritt auf, wenn der Server die Anfrage des Clients nicht verarbeiten kann und keine adäquate Antwort generiert werden kann.
  • 502 (Bad Gateway).

Häufige Status-Codes ausführlich erklärt:

200 OK: Alles in Ordnung!

Der HTTP-Status 200 OK ist einer der häufigsten und wichtigsten HTTP-Status-Codes, die Sie als Webmaster kennen sollten. Er ist ein positives Zeichen für Suchmaschinen. Der Code signalisiert dem Server, dass die Anfrage erfolgreich beantwortet wurde. Dieser Code ist besonders für Suchmaschinen wichtig und kann auch in den Search Console-Berichten aufgeführt werden.

Beim Aufrufen einer Webseite überprüft der Browser den Statuscode des Servers, um zu sehen, ob der Aufruf erfolgreich war oder nicht. Wenn ein Statuscode 200 OK erhalten wird, bedeutet dies, dass der Inhalt der Seite geladen und an den Client gesendet wurde. Es bedeutet auch, dass keine weiteren Aktionen erforderlich sind und der Client die Seite vollständig anzeigen.

301 Moved Permanently: Dauerhafte Weiterleitung

Der HTTP-Statuscode „301 Moved Permanently“ ist ein wichtiger Bestandteil des Internets. Er bedeutet, dass eine Seite, auf die ein Benutzer zugreifen möchte, an einen neuen Ort verschoben wurde und ihre neue URL hat. Wenn Ihr Webserver den Code 301 zurückgibt, weiß der Benutzer sofort, dass er sich an die neue Adresse orientieren muss.

Der Code 301 ist auch für Suchmaschinen essenziell. Wenn Sie Ihre Webseite verschieben, obwohl die alte Webadresse immer noch in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt wird, kann es vorkommen, dass die Suchmaschine den Besuchern immer noch die alte Adresse gibt. Um dies zu vermeiden, müssen Sie der Suchmaschine mitteilen, dass die Seite nun an einem anderen Ort liegt. Dies können Sie am besten tun, indem Sie den Statuscode 301 für alle alten URLs senden. So weiß die Suchmaschine genau, wo sie den Besucher hinleitet und kann sicherstellen, dass nur noch Besucher auf die neue Version der Seite gelangen.

404 Not Found: Seite nicht gefunden

Ein HTTP-Statuscode 404 bedeutet, dass die angeforderte Seite nicht gefunden wurde. Obwohl der Fehler oft auf ein Problem mit der angegebenen URL oder dem Weg zur Seite hindeutet, kann er auch durch ein Problem mit dem Webserver oder dem Netzwerk verursacht werden.

Wenn Sie eine Website besuchen und einen 404-Fehler sehen, bedeutet dies nicht unbedingt, dass die Website nicht mehr online ist. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass eine Seite vorübergehend nicht verfügbar ist oder umgezogen wurde. In anderen Fällen kann es sich um einen Fehler handeln, der von Ihrem Browser oder vom Webserver verursacht wird.

Falls Sie einen 404-Fehler sehen, sollten Sie zunächst überprüfen, ob Sie die richtige URL eingegeben haben. Wenn Sie sicher sind, dass die URL korrekt ist, können Sie den Administrator der Website kontaktieren und ihn bitten, den Fehler zu beheben.

500 Internal Server Error: Interner Serverfehler

Der 500 Internal Server Error ist ein sehr allgemeiner HTTP-Statuscode, der normalerweise anzeigt, dass ein unerwarteter Fehler auf dem Server aufgetreten ist. Dieser Fehler kann aufgrund eines Programmierfehlers oder anderer schwerwiegender Probleme auftreten, die den Zugriff auf Ihre Website verhindern. Wenn Sie diesen Code erhalten, kann es schwierig sein herauszufinden, wo genau das Problem liegt und wie man es behebt.

Wie kann man HTTP Status Codes überprüfen und diagnostizieren?

Einer der besten Wege, um HTTP Status Codes zu überprüfen und zu diagnostizieren, ist die Verwendung der Google Search Console. Die Search Console bietet eine Reihe nützlicher Funktionen, die Ihnen dabei helfen, die HTTP Status Codes Ihrer Website zu verstehen und zu überwachen.

Die Search Console kann bei der Verfolgung der HTTP Status-Codes einer bestimmten URL hilfreich sein. Im Crawl Errors-Bericht können Sie Details für jede URL mit Fehlern abrufen. Dieser Bericht enthält Informationen wie den Grund für den Fehler, wann er und wie oft er aufgetreten ist. Der Bericht zeigt auch den vorherigen HTTP Status-Code jeder URL an. Dies ermöglicht es Ihnen, problematische URLs schnell zu identifizieren und sicherzustellen, dass Ihre Website ordnungsgemäß funktioniert.

Fazit

Die Google Search Console ist ein unverzichtbares Tool, um die Sichtbarkeit Ihrer Website zu erhöhen und die Indexierung durch Google zu verbessern. Durch den Einsatz dieses Tools können Sie HTTP-Statuscodes überwachen, Fehler beheben und Ihre SEO-Strategie optimieren.

Es ist wichtig, sich immer bewusst zu sein, dass der Erfolg Ihres SEO-Programms von der Überwachung der HTTP-Statuscodes abhängt. Wenn Sie die HTTP-Statuscodes einer bestimmten URL nicht verfolgen können, bedeutet dies, dass Sie nicht in der Lage sind, mögliche Probleme mit dem Crawlen oder Indexieren Ihrer Seite zu identifizieren. Ferner kann die Überwachung der HTTP-Statuscodes helfen, Schwachstellen in Ihrer Website zu erkennen und es Ihnen ermöglichen, schneller auf Änderungen (z. B. neue Seiten oder Funktionen) reagieren zu können.

Abschließend lohnt es sich also, sich die Zeit zu nehmen und die Funktionen der Google Search Console sowie den HTTP-Statuscode gründlich zu verstehen. Nur so kann man alle Vorteile dieses Tools voll ausschöpfen und seine Website optimal für Suchmaschinen optimieren!

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Salome Datashvili
Salome Datashvili ist SEO Consultant mit einer Vorliebe für Webseiten und Websystemen. Sie kommt ursprünglich aus Georgien und lebt seit 2002 in Deutschland. Dort absolvierte sie Ihr Studium zum BA of Ingeneering mit Schwerpunkt Content-Management, wobei sie ihre Vorliebe für SEO entdeckt hat. Als Digital Native mit fundiertem Wissen über den digitalen Markt und ihr großes Engagement bringt Salome frischen Wind in die Branche. Im Blog von JSH Marketing beschäftigt sich Salome vor allem mit Fragestellungen, mit denen sie im Agenturalltag konfrontiert ist.
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