Hreflang ist ein HTML-Attribut, das Suchmaschinen mitteilt, für welche Sprache und welche Region eine bestimmte Seite gedacht ist. Es ist ein zentrales Element der internationalen Suchmaschinenoptimierung und eines der am häufigsten falsch implementierten. Dieser Beitrag zeigt die Grundlagen, alle drei Implementierungswege mit Code, die Umsetzung in WordPress, Shopware und Shopify sowie die Fehler, die in der Praxis am meisten Rankings kosten.
Was ist hreflang?
Das hreflang-Attribut ist ein Meta-Element im HTML-Dokument, mit dem du Google und anderen Suchmaschinen mitteilst, welche Sprachversionen und Länderseiten einer URL existieren. Jede Version verweist dabei auf alle anderen Versionen und auf sich selbst. Google nutzt diese Verweise, um Nutzern die passende Sprachversion in den Suchergebnissen anzuzeigen und um mehrere ähnliche Seiten nicht als Duplicate Content zu bewerten.
Wer eine Website in mehreren Sprachen oder für verschiedene Länder betreibt, kommt an hreflang nicht vorbei. Ohne dieses Attribut weiß Google nicht, welche Version welchem Nutzer angezeigt werden soll, mit direkten Folgen für Rankings, Nutzererfahrung und die Bewertung ähnlicher Inhalte.
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Was bedeutet hreflang wörtlich?
Der Name setzt sich zusammen aus href, also Hypertext Reference für den Link, und lang für die Sprache. Das vollständige Link-Attribut lautet rel=“alternate“ hreflang=“xx“ und wird im head-Bereich einer HTML-Seite als link-Element eingefügt. Deshalb spricht man auch von der hreflang-Anmerkung.
Ein hreflang-Tag sagt Google: Diese Seite ist die Version für Nutzer, die diese Sprache sprechen und sich optional in dieser Region befinden.
Wofür brauchst du hreflang?
Hreflang ist immer dann relevant, wenn eine Website Inhalte in mehreren Sprachen oder für verschiedene Länder bereitstellt. Vier typische Anwendungsfälle.
Mehrsprachige Websites.
Eine Website existiert auf Deutsch, Englisch und Französisch. Hreflang stellt sicher, dass deutschsprachige Nutzer die deutsche Seite sehen und nicht die englische. Welche Fehler dabei über die Anmerkung hinaus passieren, steht in unserem Beitrag zu den sieben häufigsten Fehlern bei mehrsprachiger SEO.
Länderspezifische Versionen.
Deutsch für Deutschland und Deutsch für die Schweiz sind inhaltlich ähnlich, aber für unterschiedliche Zielgruppen gedacht. Die hreflang-Anmerkung verhindert, dass beide Länderseiten miteinander konkurrieren.
Online Shops mit internationaler Ausrichtung.
Onlineshops in mehreren Märkten nutzen hreflang, damit Nutzer die Länderversion mit den richtigen Preisen, der richtigen Währung und den passenden Versandinformationen sehen. Bei Produkt- und Kategorieseiten summiert sich das schnell auf tausende URLs.
DACH-Region.
Viele deutschsprachige Unternehmen betreiben getrennte Versionen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ohne hreflang ranken alle drei Versionen füreinander und kannibalisieren sich gegenseitig. Wie man bei Expansion in neue Märkte grundsätzlich vorgeht, behandelt unser Beitrag zu internationaler SEO mit Partnern vor Ort.
Wie sieht ein hreflang-Tag aus?
Das Attribut wird im head-Bereich des HTML-Dokuments als link-Element eingefügt. Eine Website mit einer deutschen, einer österreichischen und einer englischen Version sieht im Quellcode so aus:
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://example.com/de/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://example.com/at/" />
<link rel="alternate" hreflang="en-US" href="https://example.com/en/" />
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/en/" />
Dieser Block steht identisch auf allen vier URLs, inklusive der Selbstreferenz. Fehlt die Selbstreferenz oder ein gegenseitiger Verweis, ignoriert Google die gesamte Anmerkung für diese Seitengruppe.
Sprachcode und Ländercode richtig setzen
Die Sprachcodes folgen dem Standard ISO 639-1, die Ländercodes dem Standard ISO 3166-1 Alpha-2. Beide werden mit einem Bindestrich zum Muster xx-XX kombiniert. Der Sprachcode ist Pflicht, der Ländercode optional.
Häufig genutzte Kürzel: de für Deutsch weltweit, de-DE für Deutsch in Deutschland, de-AT für Österreich, de-CH für die Schweiz, en für Englisch weltweit, en-US für die USA, en-GB für Großbritannien, fr für Französisch, es für Spanisch, it für Italienisch, ja für Japanisch. Für Japan wird ja verwendet, nicht jp, denn jp ist der Ländercode und kein Sprachcode.
Bei der Groß- und Kleinschreibung ist Google tolerant, üblich ist Sprache klein und Land groß. Ein häufig verwirrendes Beispiel ist hreflang=“de-ES“, also Deutsch für Nutzer in Spanien. Das ist korrekt und sinnvoll für Unternehmen, die deutschsprachige Auswanderer oder Urlauber in Spanien ansprechen. Die Kombination erlaubt also genaues Targeting: nicht nur welche Sprache jemand spricht, sondern auch wo er sich befindet.
Was bedeutet x-default?
Das x-default-Tag kennzeichnet die Fallback-Version einer Website, also die Standardseite für alle Nutzer, auf die keine der definierten Sprach- oder Länderversionen passt.
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/" />
Beispiel: Ein Nutzer aus Kanada besucht eine Website, die nur Deutsch und Englisch für Deutschland und Österreich anbietet. Ohne x-default muss Google raten. Mit x-default steht fest, welche Standardversion ausgespielt wird, in der Regel die internationale englische Startseite oder eine Sprachauswahlseite.
x-default ist kein Pflichtfeld, aber bei international aufgestellten Websites empfehlenswert. Es ist die einzige Angabe, die nicht für eine bestimmte Zielregion steht.
Hreflang und Duplicate Content
Einer der wichtigsten Effekte von hreflang ist die Vermeidung von Duplicate Content. Wenn mehrere Sprachversionen einer Seite sehr ähnlich sind, etwa eine deutsche Version für Deutschland und eine für Österreich, erkennt Google ohne die Anmerkung möglicherweise Duplikate und wertet eine der Seiten ab.
Mit korrekt gesetzten hreflang-Tags signalisierst du: Diese Seiten sind inhaltlich ähnlich, aber für unterschiedliche Zielgruppen gedacht. Google behandelt sie dann als eigenständige Versionen. Kein Duplicate-Content-Problem und keine Keyword-Kannibalisierung zwischen den Länderseiten.
Hreflang und Canonical: der häufigste Konflikt
Beide Auszeichnungen betreffen ähnliche Inhalte, arbeiten aber gegeneinander, wenn sie widersprüchliche Signale senden. Die Regel: Jede Sprachversion braucht ein selbstreferenzierendes Canonical auf sich selbst, nicht auf eine andere Sprachversion.
<link rel="canonical" href="https://example.com/at/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://example.com/at/" />
<link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://example.com/de/" />
Wer auf der österreichischen Seite ein Canonical auf die deutsche Version setzt, hebelt die hreflang-Anmerkung aus. Google folgt dem Canonical, entfernt die österreichische URL aus dem Index und die hreflang-Angaben wirken nicht mehr. Dieser Fehler ist in Shopsystemen mit automatisch generierten Canonicals besonders häufig.
Drei Wege der Implementierung
Es gibt drei Methoden, hreflang-Informationen an Suchmaschinen zu übermitteln. Alle drei sind gleichwertig, du solltest aber nur eine davon nutzen, sonst entstehen widersprüchliche Angaben.
1. Als HTML Link-Element im head
Die häufigste Methode und der Standard für kleine bis mittlere Websites. Die Tags stehen im head jeder Seite, wie im Beispiel oben. Vorteil: direkt im Quellcode prüfbar. Nachteil: bei vielen Sprachen und vielen URLs wächst der head stark an, weil jede Seite alle Verweise enthalten muss. Bei zehn Sprachversionen sind das zehn zusätzliche Zeilen pro URL.
2. In der XML-Sitemap
Bei großen Websites ist die XML-Sitemap der bessere Weg, weil die Angaben zentral gepflegt werden und den head nicht belasten. Die Sitemap braucht dafür den zusätzlichen Namespace xmlns:xhtml, und jede URL erhält einen eigenen url-Block mit allen Sprachverweisen:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9"
xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml">
<url>
<loc>https://example.com/de/</loc>
<xhtml:link rel="alternate" hreflang="de-DE" href="https://example.com/de/" />
<xhtml:link rel="alternate" hreflang="de-AT" href="https://example.com/at/" />
<xhtml:link rel="alternate" hreflang="en-US" href="https://example.com/en/" />
<xhtml:link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/en/" />
</url>
</urlset>
Auch hier gilt die Gegenseitigkeit: Jede URL braucht ihren eigenen url-Block mit der vollständigen Liste aller Versionen. Angaben wie changefreq und priority spielen dabei keine Rolle, Google ignoriert sie. Wie eine saubere Sitemap grundsätzlich aufgebaut ist, steht in unserem Beitrag zu XML-Sitemap und robots.txt.
3. Über den HTTP-Header
Für Dokumente ohne HTML-Struktur, also PDFs oder andere Dateien, lässt sich hreflang nur über den HTTP-Header übermitteln. Der Server sendet dabei einen Link-Header:
Link: <https://example.com/de/handbuch.pdf>; rel="alternate"; hreflang="de-DE",
<https://example.com/en/manual.pdf>; rel="alternate"; hreflang="en-US"
In der Praxis ist dieser Weg selten, weil er Zugriff auf die Serverkonfiguration braucht und schwer zu prüfen ist. Für HTML-Seiten gibt es keinen Grund, ihn den beiden anderen Methoden vorzuziehen.
Hreflang in WordPress
In WordPress erzeugen die gängigen Mehrsprachigkeits-Plugins die hreflang-Tags automatisch. Polylang und WPML setzen die Verweise beim Anlegen der Sprachverbindungen zwischen Beiträgen und Seiten. Yoast SEO und Rank Math unterstützen die Ausgabe ebenfalls, brauchen dafür aber ein Plugin, das die Sprachzuordnung liefert.
Die typischen Probleme entstehen nicht bei der Ausgabe, sondern bei der Zuordnung. Wenn eine Übersetzung nicht mit dem Original verknüpft ist, fehlt sie in der Anmerkung, und die Gegenseitigkeit bricht. Nach jedem größeren Import und nach jedem Theme-Wechsel lohnt eine Kontrolle im Quellcode. Wie WordPress darüber hinaus technisch saubergehalten wird, behandelt unsere Seite zur WordPress SEO Agentur.
Hreflang in Shopware
In Shopware 6 laufen die hreflang-Angaben über Verkaufskanäle und deren Domain- und Sprachkonfiguration. Der Shop generiert die Tags, sobald mehrere Domains mit Sprachen im selben Verkaufskanal hinterlegt sind. Die Einstellung dafür findet sich in den Verkaufskanal-Einstellungen unter dem Punkt hreflang.
Bei komplexen Setups mit mehreren Verkaufskanälen, eigenen Domains pro Land und unterschiedlichen Kategoriebäumen wird es unübersichtlich. Hier entstehen die meisten Fehler, weil Kategorien in einem Kanal existieren und im anderen nicht, wodurch Verweise ins Leere zeigen. Für Shopware-Projekte prüfen wir das im Rahmen unserer Arbeit als Shopware SEO Agentur.
Hreflang in Shopify
Shopify erzeugt die Tags automatisch, sobald Shopify Markets mit mehreren Sprachen oder Regionen aktiv ist. Bei manuellen Mehrsprachigkeits-Lösungen über Apps oder eigene Templates ist eine Kontrolle nötig, weil dann oft nur die Sprachen, aber nicht die Regionen abgedeckt sind. Details zur Plattform stehen auf unserer Seite zur Shopify SEO Optimierung.
Häufige hreflang-Fehler
Fehlende Gegenseitigkeit.
Jede Sprachversion muss auf alle anderen verweisen und auf sich selbst. Fehlt ein Verweis, ignoriert Google die Angaben für die ganze Gruppe. Das ist der häufigste Fehler überhaupt.
Falsche oder nicht existierende Codes.
Tippfehler wie de-DA statt de-DE, oder erfundene Kombinationen wie en-EU. Es gibt keinen Ländercode EU. Ungültige Angaben werden verworfen.
Sprachcode mit Ländercode verwechselt.
hreflang=“jp“ statt „ja“ für Japanisch, oder „uk“ statt „en-GB“. UK ist kein Sprachcode, der Ländercode für Großbritannien lautet GB.
Canonical widerspricht der Anmerkung.
Siehe oben. Zeigt das Canonical auf eine andere Sprachversion, wirkt hreflang nicht.
Relative URLs.
Im href muss die vollständige URL mit Protokoll stehen. Relative Pfade werden ignoriert. Wie URLs grundsätzlich aufgebaut sein sollten, steht in unserem Beitrag zu SEO-freundlichen URLs.
Verweise auf Weiterleitungen oder Fehlerseiten.
Zeigt ein Verweis auf eine URL, die per 301 weiterleitet oder einen 404 liefert, ist die Angabe wertlos. Nach jedem Relaunch ist das die erste Stelle zum Prüfen.
Nur eine Seite ausgezeichnet.
Wer hreflang nur auf der deutschen Version setzt, aber nicht auf der englischen, hat eine unvollständige Implementierung.
x-default fehlt.
Ohne Fallback kann Google bei unbekannten Regionen keine sinnvolle Zuordnung treffen.
Fehlermeldungen aus SEO-Tools entschlüsselt
Die Meldungen der Crawler klingen kryptischer als sie sind. Drei Formulierungen, die häufig auftauchen.
„Der alternate Link auf die Seite selbst fehlt.“
Die Selbstreferenz ist nicht gesetzt. Jede Seite muss sich in ihrer eigenen hreflang-Liste selbst aufführen. Ergänze die Zeile mit der eigenen URL.
„Ihre Website weist keine hreflang-Tags auf.“
Der Crawler hat auf der geprüften URL keine Anmerkung gefunden. Entweder ist sie tatsächlich nicht vorhanden, oder sie wird erst per JavaScript nachgeladen und im Quellcode nicht ausgeliefert. Der zweite Fall ist ein echtes Problem, weil Google die Angaben dann unzuverlässig verarbeitet.
„Hreflang-Verweis ohne Rückverweis.“
Seite A verweist auf Seite B, aber B verweist nicht zurück auf A. Die Gegenseitigkeit ist gebrochen und Google verwirft beide Angaben.
Wie prüfst du deine hreflang-Implementierung?
Google Search Console. Erster Anlaufpunkt. Die Search Console meldet erkannte Anmerkungen und Fehler in der internationalen Ausrichtung. Wie du die Search Console darüber hinaus nutzt, steht in unserem Praxis-Guide.
Screaming Frog SEO Spider. Crawlt die gesamte Website und listet alle hreflang-Attribute auf, inklusive fehlender Gegenseitigkeiten, ungültiger Codes und Verweise auf Weiterleitungen. Bei größeren Websites das nützlichste Werkzeug, weil es das Problem auf URL-Ebene zeigt.
Sistrix. Zeigt im Onpage-Crawl technische Fehler über die gesamte Domain und ordnet sie nach Häufigkeit. Gut geeignet, um den Umfang eines Problems einzuschätzen, bevor man in die Details geht.
Einzelseiten-Checker. Tools wie hreflang.ninja oder der hreflang Validator von Merkle prüfen eine URL und ihre Verweise gegenseitig. Praktisch für die schnelle Kontrolle nach einer Änderung, ohne einen ganzen Crawl zu starten. Einen hreflang-Generator brauchst du dafür nicht, das Muster ist immer dasselbe.
Gilt hreflang auch für Bing?
Bing wertet die hreflang-Anmerkung aus, nutzt aber zusätzlich das Meta-Tag content-language sowie Signale wie den Serverstandort und die Top Level Domain. Wer neben Google auch Bing bedienen will, etwa weil KI-Suchsysteme auf dem Bing-Index aufsetzen, sollte beides sauber setzen. Die Bing Webmaster Tools zeigen eigene Meldungen zur geografischen Ausrichtung, die von der Search Console abweichen können.
Hreflang und automatische Übersetzungen
Eine per Google Translate oder Plugin maschinell übersetzte Seite mit hreflang auszuzeichnen, macht die Übersetzung nicht besser. Google bewertet automatisch erzeugte Inhalte ohne redaktionelle Prüfung als geringwertig, und die Anmerkung ändert daran nichts. Sie sorgt dann nur dafür, dass die schwache Version zuverlässiger ausgespielt wird.
Sinnvoll ist die Kombination erst, wenn die Übersetzung redaktionell überarbeitet wurde. Bei Sprachen, in denen du keine Inhalte pflegen kannst, ist es besser, die Version gar nicht anzubieten, als eine unbearbeitete Maschinenübersetzung zu indexieren. Mehr dazu, wie Google mit maschinell erzeugten Inhalten umgeht, steht in unserem Beitrag zu KI-Texten.
Wann brauchst du hreflang nicht?
Eine einsprachige Website für einen einzigen Markt braucht keine hreflang-Anmerkung. Auch bei einer Website, die zwar mehrere Sprachen anbietet, aber keine inhaltlich vergleichbaren Seiten hat, bringt die Auszeichnung nichts. Und wer nur einzelne Blogbeiträge übersetzt, während die Struktur unterschiedlich bleibt, löst das Problem besser über die interne Verlinkung als über hreflang.
Sobald aber zwei URLs denselben Zweck für unterschiedliche Sprachen oder Regionen erfüllen, ist die Anmerkung Pflicht. Ohne sie riskierst du falsch ausgespielte Länderseiten, Duplicate-Content-Bewertungen und Kannibalisierung zwischen den eigenen Versionen. Ob deine Umsetzung sauber ist, prüfen wir im Rahmen eines SEO Audits zusammen mit den übrigen Punkten aus dem technischen SEO.
Fragen und Antworten zu hreflang
Ist hreflang ein Rankingfaktor?
Nein, die Anmerkung verbessert kein Ranking direkt. Sie sorgt dafür, dass die richtige Version einer Seite den richtigen Nutzern angezeigt wird, und verhindert, dass sich eigene Länderseiten gegenseitig verdrängen. Der Effekt zeigt sich also in der Zuordnung und in vermiedenen Verlusten, nicht in einem Ranking-Schub.
Wie viele hreflang-Tags darf eine Seite haben?
Es gibt kein hartes Limit. Bei Websites mit vielen Sprachversionen wird der head allerdings unübersichtlich und größer. Ab etwa zehn Versionen lohnt der Wechsel zur Sitemap-Variante.
Muss jede Unterseite hreflang-Tags haben?
Ja, für jede URL, für die es eine Entsprechung in einer anderen Sprache oder Region gibt. Die Verweise gelten immer auf URL-Ebene, nicht für die Domain als Ganzes. Eine Anmerkung nur auf der Startseite reicht nicht.
Was passiert bei falschen hreflang-Angaben?
Google ignoriert fehlerhafte Angaben in der Regel, statt die Seite abzustrafen. Der Schaden entsteht indirekt: Die falsche Sprachversion wird ausgespielt, ähnliche Länderseiten konkurrieren weiter, und der Aufwand für die Internationalisierung bleibt ohne Wirkung.
Wie lange dauert es, bis Google die Änderung erkennt?
Google muss alle beteiligten URLs neu crawlen, damit die Gegenseitigkeit erkannt wird. Bei kleinen Websites sind das wenige Tage, bei großen Shops mehrere Wochen. Eine aktualisierte Sitemap beschleunigt den Vorgang. Wie du das Crawling grundsätzlich anstößt, steht unter Website bei Google indexieren.